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Editoren und IDEs für Perl

Inhalt

Präambel

In diesem Eintrag soll längerfristig eine möglichst vollständige Liste aller Editoren, die zur Erstellung von Perl-Programmen (oder auch für andere Programmiersprachen) geeignet sind, entstehen. Zu jedem Editor werden die Vor- und Nachteile aufgelistet. Eine Seite die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt ist perlide.org.

Auflistung der Editoren (in alphabetischer Reihenfolge)

Eclipse

Das Projekt Eclipse hat sich bisher eher unter Java- und C++-Programmierern einen gewissen Ruf als ordentliche Open-Source-IDE erarbeitet. Dabei scheint es durchaus Anleihen bei Windows-basierten IDEs wie Microsofts Visual Studio zu geben. Eclipse ist allerdings mehr als eine IDE: Es ist eine Plattform, um IDEs zu entwickeln. Entwickler, die bisher eher den Umgang mit einem normalen Editor gewohnt sind, werden von den vielfältigen Möglichkeiten rund um die Projektverwaltung, die sich auch in verschiedensten Ansichten der Oberfläche (Views) niederschlagen, geradezu überwältigt.

Es ist auch ein speziell auf Perl zugeschnittenes Plugin verfügbar. Das EPIC-Plugin ist inzwischen in der Version 0.5.x erhältlich (Stand August 2008). Die Haupt-Features sind:
  • Syntax Highlighting
  • On-the-fly Syntax-Überprüfung
  • Content assist
  • Quick reference
  • Outline Ansicht der benutzten Module und Subroutinen
  • Source formatter
  • HTML export
  • Perldoc support
  • Templating support
Eclipse ist erhältlich auf der Eclipse-Homepage oder als fertiges Paket Bestandteil vieler Linux-Distributionen. Yoxos ist ein Online-Eclipse-Paketkonfigurator, der viel Installationsaufwand sparen kann.

Das EPIC-Plugin ist erhältlich unter EPIC - Eclipse Perl Integration

Pro Contra
  • Komplette IDE mit Projektverwaltung (als eigenständiger Editor nur begrenzt verwendbar)
  • Syntax Highlighting
  • Automatische Einrückung
  • Verfügbar für Linux/Unix, Windows, ...
  • Mehrere Dateien gleichzeitig editierbar
  • Mehrere speicherbare Ansichten (Views)
  • Viele Plugins
  • Zugang zu CVS-Repositorys (eingebaut) bzw. Subversion-Repositorys (als Plugin) / Git
  • Erlaubt intelligentes Refactoring (kein stures Suchen&Ersetzen)
  • Freeware / Open Source
  • Intelligente Programmiertemplates möglich
  • Einfache Schnittstellen zu perltidy und perlcritic
  • RegEx Tester
  • Super Debugger für Script und CGI
  • RemoteEdit
  • Dateiexplorer / Script Outliner View
  • Templates / Multclipboard / und und und
  • Erweiterbar
  • Eigentlich für Java-Entwicklung geschrieben
  • Viele MB, wovon viele nicht benötigt werden
  • Trotz Menüsystem sind viele Funktionen nicht intuitiv bedienbar

Voting

StraT CodeShark?

Emacs

Emacs ist eines der größten Teilprojekte des GNU-Projekts. R. Stallman, Gründer desselben, erweckte Emacs 1976 zum Leben, ursprünglich in der Form von Makros für den vom MIT entwickelten Editor TECO. (Emacs = Editor Macros).

Zusatzinformation: In vielen anderen Programmen (z.B. auch Mozilla) wird die Emacs-Tastenbelegung benutzt, um sich nach oben oder unten zu bewegen. Normalerweise kann man allerdings alternativ auch die Pfeiltasten benutzen. Die Emacs-Alternativen sind: Strg-n für unten, Strg-p für oben, Strg-f für rechts, Strg-b für links. Auch die Unix-Shell bash unterstützt einen emacs-mode, mit dem man z.B. mit Strg-e bzw. Strg-aans Ende bzw. an den Anfang der Zeile zu springen.

Download: Homepage

Pro Contra
  • Syntax Highlighting für sehr viele Sprachen
  • Automatisches Anzeigen von matchenden Klammern
  • Automatische Einrückung
  • In Verbindung mit ispell: Rechtschreibkorrektur
  • Man kann Autocompletition für Variablen usw. bekommen
  • Menusystem
  • Verfügbar für Linux (Terminal und X11), fast alle UNIX-Dialekte, MacOS?, Windows
  • Verfügt über die Möglichkeit, Module für nahezu jeden Zweck (Shells, Mailclient, Kaffeemaschinenfernbedienung) einzubinden
  • Einsatz von Regexps und Lisp
  • Mehrere Dateien gleichzeitig editierbar
  • Split Screen
  • Gute Undo-Funktion
  • Sehr hilfreich: Der Killring. Hier wird jeder gelöschte Text gespeichert, um später wieder eingefügt werden zu können
  • Integriertes Nachschlagewerk für die Befehle
  • Freeware / Open Source
  • Register System zum abspeichern von Textbloecken
  • Rechteckiges ausschneiden und Kopieren von Textbloecken
  • Keyboard Macro Recorder
  • Tags Support
  • Konfiguration pro Benutzer möglich durch .emacs-Dateien (siehe z.B. http://dotfiles.com/index.php3?app_id=6)
  • Gute Debuggingmöglichkeiten für verschiedene Sprachen
  • Interface zu Versionskontrollsystemen wie CVS (sehr gut!) und RCS
  • Remote-Editieren über FTP, mit Zusatzmodulen sogar auch für ssh möglich
  • Transparentes Editieren von Dateien in ZIP-Archiven
  • Viele MB, wovon viele nicht benötigt werden
  • Trotz Menüsystem sind viele Funktionen nicht intuitiv bedienbar
  • leider nur in Lisp erweiterbar, aber es existiert ein Perl-Aufsatz für Emacs

Voting

StraT, ptk, frodu, main.LanX

Kephra

Klar gestalteter und in Perl geschriebener Editor, der einiges mehr als SciTE (der die gleiche Editorkomponente benutzt - wie Komodo auch). Es ist keine IDE (Debugger, Dateimanager, Autovervollständigung, Plugins, Macros u.s.w gibt es hier nicht). Jetzige Stärken sind: einfache Benutzung, maximale Konfigurierbarkeit und viele Funktionen die das tägliche Schreiben einfacher und bequemer machen.

Er kennt Sessions, Templates, merkt sich geschlossene Dateien, hat einige Funktionen zum kommentieren, Konvertieren und formatieren. Lesezeichen, Marker, Klammernavigation und ein sprung zur letzten Bearbeitungsstellen, erleichtern die Navigation und Das vollständige Suchen und Ersetzen is wie vieles per Tastatur und Maus bedienbar.

Einige spezielle Editierfunktionen wie String Kopieren, Zeile/Auswahl bewegen, Zeilen-Bearbeitungsfunktionen, duplizieren ermöglichen mit weniger anschlägen Programme zu schreiben.

Verbraucht etwas an Ressourcen (25MB RAM, 28MB HDD incl. Abhängigkeiten, reines Script 300kB, mit config und help 1MB)

Die Internetseite des Projektes ist unter http://kephra.sf.net.

Pro Contra
  • freies Projekt (GPL), kostenlos
  • Anregungen werden oft schnell umgesetzt
  • in Perl geschrieben
  • natives Aussehen, plattformunabhängig, mit eigenen schönen Icons
  • einfach benutzbar, sinnvoll strukturiert
  • Syntaxfärbung und Klammerhervorhebung, Klammernavigation
  • mächtige Suchzeile (ähnlich Nedit oder Firefox)
  • code falten
  • Dateigruppen und Suchen in Dateien
  • viele nützliche, teilweise seltene Kleinigkeiten
  • sehr stark anpassbar durch Configdateien, auch alle Menüs und Tastaturkürzel
  • auch durch Tastatur allein voll bedienbar
  • "grosse Funktionen" wie Filebrowser, CVS, FTP, Perldoc, Refaktoring, Outlining, Debugger, Autovervollständigung, Macrorecorder fehlen, sind aber in Planung
  • Plugin-API im Aufbau
  • bislang keine externe Tools einbindbar (in Planung)

Voting

HerbertBreunung

Komodo

Komodo - aktuell in der Version 2.5 - ist zur Zeit mein Lieblingseditor und das wird er (?) wohl auch lange bleiben, so wie es aussieht. Nachdem ich Zeit mit dem VI gearbeitet habe [womit ich nach einer Einarbeitungszeit auch sehr zufrieden war, aber ab einem gewissen Alter hatte ich dauernd "i"'s in meinen Texten und Quellcodes], später mit Emacs [bis ich alles so weit es ging auf meine Bedürfnisse zugeschnitten hatte und dann feststellen musste, dass mir das nicht reicht und vieles einfach viel zu kompliziert ist] und dann phasenweise mit Proton, Context und der Open-Perl-IDE [alle drei sehr schöne Editoren (die IDE wird wohl leider nicht mehr weiterentwickelt und hat noch zu viele Bugs, die ohne Aussicht auf Besserung unerträglich sind), aber bei allen störten mich Dinge so sehr, dass ich weitersuchte, bis ich endlich in Komodo den perfekten Editor gefunden hatte] gearbeitet habe, bin ich jetzt sehr zufrieden mit Komodo. Endlich ein Editor, dessen Einrückung einem nicht die Arbeit kaputt macht oder erschwert und einen behindert, sondern einem wirklich hilft. Komodo ist leider nicht kostenlos, aber dafür hat er auch viele tolle Features. Es gibt ihn für die Plattformen Windows und Linux (und somit dürfte bürotechnisch fast alles abgedeckt sein, wenn man mal von ein paar Macs absieht).

Komodo-Homepage

Pro Contra
  • Syntax Highlighting, sehr vielseitig frei einstellbar, die Einstellung kann man (jetzt in der neuen Version 2.5) in einer Datei abspeichern und von Rechner zu Rechner oder vom Arbeitsplatz nach Hause mitnehmen, man kann viele dieser individuellen Einstellungsdateien zur Auswahl haben und über eine Dropdownbox eine davon auswählen.
  • Schriftart und Größe frei wählbar - hier gilt das gleiche wie für das Syntaxhighlighting, man erhält wieder eine kleine transportierbare Konfigurationsdatei.
  • Das Gleiche gilt für die Tastenbelegung, die ebenso frei konfigurierbar ist, die selbst eingestellten Tasten für die Funktionen werden sogar im Menü angezeigt.
  • Automatische Einrückung - perfekt, die beste die ich bisher erlebt habe, und ich habe sehr viele Editoren getestet.
  • Menusystem
  • Verfügbar für Windows und Linux (X11)
  • Man kann eigene Tools ins Menüsystem hinzufügen (habe ich noch nicht getestet).
  • Einsatz von Regexp's (im python-stil) beim Suchen und Ersetzen
  • Mehrere Dateien gleichzeitig editierbar, für die am oberen Rand des Fensters Reiter gebildet werden, über welche man schnell zu der gewünschten Datei gelangen kann (alternativ kann man die einzelnen Dateifenster auch kleiner machen, so dass man Dateien parallel nebeneinander liegen hat (oder übereinander oder wie auch immer)).
  • Gute Undo- und Redo-Funktion.
  • Umfangreiches Hilfesystem inkl. Anzeige aller definierten Tastenkürzel etc.pp.
  • Eingebauter sehr schöner Debugger.
  • RegEx-Tool zum Experimentieren und Fehler suchen - sehr gut, wenn man wie ich sehr viel mit RegulärenAusdrücken arbeitet.
  • Projektverwaltung (von mir noch nicht getestet, daher kann ich nichts dazu sagen).
  • Ausgabe des Programmcodes in HTML (zum Einbinden in Webseiten o.ä.).
  • Direkte Unterstützung von CVS (noch nicht getestet).
  • Markierte Bereiche lassen sich auf Knopfdruck auskommentieren, entkommentieren, weiter einrücken, weniger weit einrücken, von Tabs befreien (unter Angabe wievielen Leerzeichen ein Tab entsprechen soll (es wird aber nicht stumpf ersetzt, sondern natürlich die Tabstopps berücksichtigt)) oder tabbifizieren.
  • Auf Wunsch läuft ein Perl-Interpreter im Hintergrund und unterkringelt alle gefundenen Fehler rot, die entsprechende Fehler-Meldung wird in der Statuszeile angezeigt, wenn man den Cursor in die fehlerhafte Zeile stellt.
  • Schöne Folding-Funktionen, Funktionen, Schleifen und so weiter lassen sich ein- und ausfalten, übers Menü lässt sich auch alles faltbare auf einmal ein, bzw. ausfalten.
  • Markierter Text lässt sich per Tastenkombination oder über das Menü in Groß- oder Kleinschreibung wandeln.
  • Autovervollständigung kann man auf Wunsch anschalten.
  • Der den Cursor umschließende Block lässt sich per Tastendruck markieren, jeder weitere Druck auf die Tastenkombination dehnt die Markierung auf den nächst-umschließenden Block aus.
  • Man kann zur matchenden Klammer springen, diese wird auch in einer anderen Farbe angezeigt, wenn der Cursor an einer Klammer steht und man nicht im Syntaxhighlighting die selbe Farbe dafür eingestellt hat.
  • Man kann vom Cursor bis zum Blockende markieren.
  • Man kann sich die Programmausgabe gleich in Komodo als Browser (stammt von Mozilla ab) ansehen, für CGI-Entwicklung bestimmt sehr praktisch, aber da ich soetwas noch nicht gemacht hab, kann ich bisher wenig dazu sagen.
  • Basiert auf Mozilla.
  • Groß und auf älteren Systemen etwas behäbig
  • Die Linuxversion liess sich nicht wirklich überzeugend einsetzen.
  • Ist nicht umsonst (aber sein Geld allemal wert, insbesondere als Non-Commercial license)
  • Download der Demoversion nur gegen Registrierung.
... Die Lobhudelei wird noch fortgesetzt wink -- ChristianDuehl - 06 Nov 2003

... oder auch nicht (verwende im Moment VIM, siehe unten) -- ChristianDuehl - 03 Aug 2004

... die Version 2.5 ist und bleibt einfach buggy... ich hab die neue 3.0er Vesion nicht mehr ausprobiert, da ich jetzt wieder Vim verwende (sri ist Schuld ;). -- ChristianDuehl - 11 Aug 2004

Voting

(ChristianDuehl)

OptiPerl (Win 2000,XP,Vista,7)

Eine IDE aus Europa von der griechischen Firma Xarka. Ich benutze ihn derzeit privat und beruflich für Perl-Projekte. OptiPerl ist eine, leider nicht kostenlose, Entwicklungsumgebung für Perl, welche wenig Wünsche offen läßt. Die Lizenzen belaufen sich je nach Anwendungbereich zwischen 39$ (private use) und 259$ (commercial use). Ich würde OptiPerl in der Ausstattung mit Komodo vergleichen.

Features von OptiPerl

Pro Contra
  • Offline Bearbeitung der Perl Skripte.
  • Emulation eines echten Servers - Skripte können indirekt aus HTML-Seiten aufgerufen werden.
  • Voransicht der Skripte im internen Browser.
  • Editor mit Syntaxhervorhebung und automatischer Einrückung.
  • Integriertes Debugging mit Echzeitberechnung von Ausdrücken, Wathces, Breakpoints, Ablaufkontrolle.
  • Remote Debugging der Skripte auf dem Webserver.
  • Code-Ergänzung und -Hints während der Programmierung.
  • Automatische Prüfung der Syntax.
  • Speicherbare Ansichten der IDE.
  • Codebibliothek, die ZIP-Dateien und Code-Templates unterstützt.
  • Kontextsensitive Hilfe für Perl und Module.
  • Abfrage-Editor für die Umgebungsvariablen und Daten, welche beim Skriptaufruf übergeben werden.
  • Viele Werkzeuge wie URL Encoder, Perl Printer für Ausdrücke und Regexe, Pod Viewer und mehr.
  • Projekte organisieren und Skripte auf dem Webserver veröffentlichen.
  • Versionskonverter für unterschiedliche Versionen wie z. B. Entwicklung unter Windows und Ablauf unter Unix etc.
  • Skripte öffnen, speichern und auf Remote-Servern starten.
  • Skripte drucken und als HTML exportierten - mit Syntaxhervorhebung.
  • Suchen und Ersetzen in Projekten und Dateien mit Regexes.
  • Besonders nützliche User-Tools. Erzeugter Perl-Code kann den Editor erweitern. CVS Unterstützung.
  • Datei- und FTP-Explorer.
  • Derzeit nur für Windows (Linux, Mac geplant)
  • einmalige Lizenzkosten
OptiPerl-Homepage

Nachtrag: Die Optiperl-Plugins funktionieren nicht mehr bei neueren Perl-Versionen.
Entwickler reagiert nicht mehr auf Mails. Entwicklung von Optiperl wurde wohl eingestellt (GwenDragon) - 9.1.2012

Voting

(GwenDragon)

SciTE

Ein schöner Editor, den man unter Linux und Windows einsetzen kann. Ich habe ihn eine Weile benutzt und bin nur durch die Rückkehr zum vi(m) davon abgekommen. Meiner Freundin habe ich ihn installiert fürs Perl-Programmieren, weil ich ihr nicht Perl und Vim gleichzeitig beibringen wollte und sie "normale" Editoren schon kennt und einfach benutzen kann.

SciTE-Homepage

Voting

(ChristianDuehl)

Ultra Edit (Win 9x,2k,XP)

Wer bereit ist, für seinen Editor ca. 30,- EUR auszugeben, sollte sich Ultra Edit unbedingt ansehen! Ultra Edit ist aus meiner Sicht für jeden, der programmiert (egal in welcher Sprache) oder mit Textdateien umgeht, ein absolutes MUST HAVE. Ich bin in den vergangenen Jahren weder auf einen Bug gestoßen, noch habe ich jemals erlebt, dass irgend etwas mit diesem Edtor nicht möglich war.

Jeder Windows-User, der noch nicht SEINEN Editor gefunden hat, sollte die Free Trial anschauen und sich ein Bild machen. Die Trial-Version läuft 30 bis 45 Tage ohne Einschränkungen und zeigt nur beim Programmstart einen Hinweis.

Kann über die IDM-Comp Homepage oder die Produkt-Homepage bezogen werden.

Pro Contra
  • Oberfläche Deutsch - neben einer Reihe anderer Sprachen
  • Ausgezeichnete und ausführliche deutsche Hilfedatei mit anschaulichen Beispielen zu allen Funktionen.
  • Verfügbar für Windows, alle Versionen ausser Win32s
  • Konfiguration wird wahlweise in UEDIT32.INI oder in der Reg. abgelegt. Man kann seine vollständigen Einstellungen also sowohl auf andere Rechner übertragen, als auch je nach Anwendung durch Austausch der INI "umschalten"
  • Gleichzeitig vollwertiger Hex-Editor
  • Erkennt und aktiviert wichtige Teile der Einstellungen abhängig von der Dateiendung.
  • Schriftarten, Schriftgrößen und alle Farben frei einstellbar
  • Macros entweder durch Aufzeichnung der Tastatureingaben oder frei programmierbar / Macros nachträglich editierbar. Macros können gespeichert werden. Autostart-Makros konfigurierbar
  • Macros lassen sich auf jede CTRL / ALT / SHIFT Kombination mit jeder Taste legen. Dadurch ist praktisch jede denkbare Funktion über short cut erreichbar.
  • Makros können manuell ausgelöst, xxx mal oder auch bis zum Dateiende automatisch wiederholt werden.
  • Sortierung mit oder ohne Löschen doppelter Zeilen. Sortiert Zeilen auch nach Spalteninhalten (vier definierbar). Unterscheidet numerisches und alphanumerisches Sortieren und kann Groß-/Kleinschreibung ignorieren.
  • Symbole und Tastaturbelegung mit allen eingebauten Funktionen editierbar.
  • Syntax Highlighting für praktisch alle Script- und Programmiersprachen. Steuerdatei für Highlighting sehr spezifisch, aber dennoch leicht editierbar.
  • Tagfiles für praktisch alle Script- und Programmiersprachen. Befehle / Funktionen / Tags per Mausklick einfügen.
  • Autovervollständigen und Autokorrektur für Schlüsselwörter bei der Eingabe. Deutsche Rechtschreibkorrekur vorhanden.
  • Textbausteine. Häufig verwendete Routinen können als Textbausteine abgelegt und per Menue oder short cut eingefügt werden.
  • Aufruf von "DOS-Befehlen". z.B. Start des Compilers mit der gerade aktiven Datei u.v.a.m. Ausgaben werden aufgezeichnet und nach dem Lauf in Ultra Edit angezeigt
  • Start von Windows-Programmen. Wie oben, jedoch ohne Aufzeichnung der Ausgaben.
  • Je Projekt bis zu 10 beliebige zusätzliche DOS-/Windowsbefehle im Menue konfigurierbar.
  • FTP / SFTP - Dateien können vom Web Server per ftp/sftp geladen UND zurückgeschrieben werden. (ASCII / BINARY / PASSIVE)
  • Vergleichfunktion - Vergleicht zwei Dateien und zeigt (Darstellung konfigurierbar) die Unterschiede an.
  • Konvertieren von Textdateien zwischen allen gängigen Formaten.
  • Verwaltet "bevorzugte Dateien" in einem Sondermenue. z.B. Code-Snippets, auf die man immer wieder zurückgreift.
  • Projektverwaltung. Zusammenfassung aller Links zu Dateien, die zu einem Projekt gehören (absolut oder relativ zum Projekt). Auf Wunsch werden alle Dateien, die zu einem Projekt gehören, automatisch geladen.
  • Autoload - Kann mein Start automatisch wieder die Dateien laden, die beim letzten Beenden gerade geöffnet waren
  • Von fremdem Programmen geänderte Dateien werden auf Wunsch erkannt (Beispiel: Meldung, wenn sich das Error-Log des Browsers geändert hat). Diese Dateien werden dann (konfigurierbar) automatisch geladen, ignoriert oder UE fragt nach.
  • Einfügen von Farbwerten aus der Windows-Farbtabelle in Dezimal, Hex oder HTML-Format
  • Regexp Suchmuster (UNIX-Stil oder internes Format) werden unterstützt. I.V.m. Macros ein supermächtiges Werkzeug.
  • Suchen / Ersetzen auch für Externe Dateien (z.B. ändere bestimmte Tags im Header aller HTML-Dateien im Verzeichnis /path/ und all seinen Unterverzeichnissen).
  • Intern auch Suchen und Ersetzen von Hex-Folgen
  • Gleichzeitiges Editieren mehrerer Dateien - Oder wahlweise mehrere Instanzen des Editors öffnen.
  • Spaltenmodus - Text lässt sich an beliebiger Stelle vertikal/spaltenweise (statt wie sonst üblich zeilenweise) Markieren, Löschen, Einfügen, Ersetzen...
  • Einzüge erweitern oder reduzieren
  • Einkommentieren / Auskommentieren markierter Blöcke
  • Automatisches Einrücken (konfigurierbar) bei der Eingabe oder nachträglich
  • Erkennung von Klammerpaaren (Klammerpaare / Quotingzeichen sind definierbar)
  • Überprüfung auf geschlossene Klammern und Anzeige bei der Eingabe
  • Kann Textblöcke ausblenden, um die Übersichtlichkeit des Codes zu erhöhen.
  • Anzeige nichtdruckbarer Zeichen ein-/ausschaltbar
  • Konvertierung aller Tabulatoren oder nur führender Tabulatoren zu Leerzeichen
  • Leerzeichen in Tabulatoren umwandeln
  • Leerzeichen an den Zeilenenden entfernen
  • Umwandlung Groß-/Kleinschreibung: Alles groß, alles klein, groß/klein vertauschen
  • Absätze neu formatieren (konfigurierbar)
  • Zeile, Wort oder Bereich zwischen Klammern per Doppelklick oder Taste markieren
  • Löschen der Zeile, bis Zeilenende oder bis Zeilenanfang
  • Ansicht mit Linealen, Zeilennummern, einfachem - 1,5 fachem oder doppeltem Zeilenabstand (Betrifft NUR die Ansicht - Text/Code wird dabei nicht verändert)
  • ASCII-Tabelle mit Zeichen, Dex und Hex Anzeige. Einfügen der Zeichen per Mausklick
  • Frei definierbare Lesezeichen, die einfach per F-Taste angesprungen werden. Lesezeichen werden auch Wunsch gespeichert.
  • Festplattenbasiertes Editieren. Öffnen und Editieren von Dateien >4 GB bei geringem Speicherbedarf.
  • 9 Zwischenablagen plus Windows-Zwischenablage. Copy/Paste/Append-Funktion. Kopierte Daten können in den Zwischenablagen auch angehängt werden.
  • Kostet um US$ 35,- / je nach Lizenz.
  • Nicht für Linux verfügbar.
  • Bei größeren Versionssprüngen muss schonmal (kostenlos) ein neuer Key angefordert werden.
so.. jetzt muss ich mal langsam aufhören zu schwärmen, sonst müsste ich mal nachfragen, ob die mich nicht dafür bezahlen wollen smile

* Nunja, das hängt sicherlich davon ab, was man vom Editor erwartet / ausprobiert. Wir haben den Ultra-Edit auch im Haus. Ich bleib aber aus guten Gründen beim Vim -- ChristianDuehl

Voting

(FrankCremers)

VIM

...steht für VI Improved. VI ist ursprünglich ein recht altertümlicher Editor, der von Bill Joy als Standardeditor für das Betriebssystem BSD entwickelt wurde. Doch gerade in dieser Altertümlichkeit entdeckten Liebhaber eine ungeahnte Effizienz, was dazu führte, dass eine verbesserte Version entwickelt wurde, die über viele neue Features verfügt.

VI stand für VIsual. Da VI nicht gerade ein graphisches Wunderwerk ist, mag der Name visual manche wundern. Der Vorgänger von VI war jedoch der zeilenorientierte Editor ex, der nicht einmal die Texte anzeigte, während sie editiert wurden. VI wurde mit der Absicht entwickelt, ein visuelles Interface für ex darzustellen.

Zusatzinformation: In vielen anderen Unix-Programmen wird die VI-Tastenbelegung benutzt, um sich nach oben oder unten zu bewegen. In den meisten (aber nicht allen) kann man allerdings alternativ auch die Pfeiltasten benutzen. Die VI-Alternativen sind: j für unten, k für oben, l für rechts, h für links.

Homepage

Einführung in den Editor

Screenshot (vim)

Screenshot (gvim)

Pro Contra
  • Syntax Highlighting und automatische Einrückung speziell für sehr viele Sprachen und Konfigurationsdateien (erkennt z. B. /etc/inittab (siehe Screenshot), *.ini, etc.)
  • Automatisches Anzeigen und Anspringen von matchenden Klammern. ")" ohne "(" wird rot markiert.
  • Man kann Wörter vervollständigen, die im bisherigen Text schon aufgetaucht sind. In C und C++ werden sogar die eingebundenen Header durchsucht!
  • Über wenige Tastendrücke lassen sich mächtige Funktionen aufrufen
  • Einsatz von Regexp's
  • Interne Skriptsprache (auch zur Erstellung eines eigenen Syntax Highlightings)
  • Eigenen Tastenbelegung möglich (siehe ":map" im eingebauten Hilfesystem)
  • Gute Undo-Funktion
  • Mehrere Dateien gleichzeitig editierbar
  • Split Screen
  • Kann GZIP-komprimierte Dateien on-the-fly komprimieren und dekomprimieren, d. h. beim Speichern bzw. Laden
  • Verfügbar für Unix/Linux (Terminal und X11), DOS, Windows, Amiga, OS/2, Macintosh und andere. Auch über Maus bedienbar (als gvim)
  • verschiedene moeglichkeiten des foldings (kollabieren von textteilen zu einer zeile der uebersichtlichkeit halber)
  • Nimmt vergleichsweise wenig Speicherplatz in Anspruch
  • Gehört zur Standardinstallation der meisten Unix-Systeme
  • Integriertes Hilfesystem mit Hyperlinks
  • Freeware / Open Source
  • Nach Einarbeitung sehr schnell bedienbar
  • Syntaxhighlighting und colorscheme lassen sich recht einfach ändern (Textdateien)
  • Dank Textversion lässt er sich auch einfach bsp. über ssh-Verbindungen verwenden.
  • Sehr netter diff-Modus zum Vergleichen von zwei oder mehr Dateien.
  • "überall" vorhanden
  • überhaupt nicht intuitiv bedienbar
  • Für Anfänger etwas verwirrend: Es gibt verschiedene Modi, in denen Tastendrücke unterschiedliche Funktionen hervorrufen. Im Normalmodus z. B. gelten die oben beschriebenen Bewegungstasten (jkhl), die im Insert-Modus hingegen die entsprechenden Zeichen einfügen.
  • So mächtig die Tastaturbefehle auch sind: Man muss sich die Zeit nehmen, sie auswendig zu lernen
  • Es passiert leicht, dass man aus Versehen auf eine falsche Taste kommt und dadurch unerwartete Ergebnisse erzielt. Andererseits ist dies auch eine gute Methode, neue Features kennenzulernen.
  • Kein Menusystem (in der Textversion) (- das ist kein Nachteil. In der grafischen Version sind ja Menüs vorhanden, welcher andere Editor hat denn überhaupt eine Textversion dabei? - Emacs und zwar inklusive Menüs --LanX)

Voting

betterworld, Dubu, Ishka, kabel, ChristianDuehl, sri, pq

Dateien

Crians Vim-Dateien

  • ~/.vimrc (Linux):
  • C:\Dokumente und Einstellungen\UserXYZ\_vimrc (Windows): _vimrc
  • .../syntax/perl.vim: perl.vim
  • .../colors/crian.vim: crian.vim
Ich seh gerade, dass dasnoch nicht die neuesten Stände sind, werd ich später noch nachholen.

Threads im Forum

Einer der Anlässe für das Erstellen dieses Artikels war es, dass immer wieder Threads mit derselben Frage (daher heißt es FAQ) und zu großen Teilen immer wieder denselben Antworten/Argumenten/Witzeleien erstellt wurden.

Die Sammlung der wichtigsten Threads sieht man bei ThreadsEditoren.

Autoren

-- betterworld (ChristophBussenius) - 02 Nov 2003

-- ChristianDuehl - 06 Nov 2003, 03 Aug 2004, 19 Apr 2005

-- HaraldBongartz - 11 Jan 2005, 21 Aug 2008

-- FrankCremers - 09 Jan 2005, 12 Jan 2005, 15 Jan 2005

-- GwenDragon - 13 Feb 2005

-- PeterSchmid - 9 Mar 2005

-- HerbertBreunung - 3 Aug 2006
Topic attachments
I Attachment Action Size Date Who Comment
_vimrcEXT _vimrc manage 2.6 K 2004-08-03 - 11:53 ChristianDuehl Crians _vimrc (Windows)
crian.vimvim crian.vim manage 4.5 K 2004-08-03 - 11:55 ChristianDuehl Crians Colorscheme crian.vim
perl.vimvim perl.vim manage 29.7 K 2004-08-03 - 11:55 ChristianDuehl Crians Erweiterung zu perl.vim
Topic revision: r50 - 2012-01-09 - 14:47:04 - GwenDragon
 
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